Skip to main content
Loading...

Lkw-Routen und ETA realistisch berechnen

Eine geeignete Lkw-Route hängt nicht nur von Entfernung und aktueller Verkehrslage ab. Fahrzeugmerkmale, Transportvorgaben, Straßenbedingungen und Kosten beeinflussen, welche Strecke tatsächlich geeignet ist. PASS unterstützt die Berechnung von Lkw-Routen, Fahrzeiten und ETA – direkt in einer Anwendung oder integriert in ERP, TMS und Logistiksoftware.

Grafische Darstellung einer optimierten Tourenplanung

Was ist Lkw-Routing?

Lkw-Routing bezeichnet die Berechnung geeigneter Strecken für Nutzfahrzeuge. Dabei wird geprüft, welche Straßen genutzt werden dürfen und welche Verbindung für den jeweiligen Transport sinnvoll ist.

Das Ergebnis ist eine befahrbare, logistisch geeignete und wirtschaftlich sinnvolle Route. Auf dieser Grundlage lassen sich außerdem Entfernung, Fahrzeit und voraussichtliche Ankunftszeit (ETA) berechnen.

Route, Fahrzeit und ETA

Route: Bestimmt, über welche Straßen das Fahrzeug geführt wird.

Fahrzeit: Prognostiziert, wie lange die Fahrt auf dieser Strecke unter den berücksichtigten Verkehrsbedingungen dauert.

ETA: Ermittelt aus Abfahrtszeit und prognostizierter Fahrzeit die voraussichtliche Ankunftszeit.

Warum Standard-Routing für Lkw nicht ausreicht

Allgemeine Navigationslösungen berechnen Routen vor allem anhand von Start, Ziel, Entfernung und aktueller Verkehrslage. Für Lkw muss zusätzlich geprüft werden, ob eine Strecke mit dem eingesetzten Fahrzeug befahren werden darf und für den konkreten Transport geeignet ist. Eine Straße kann aktuell frei sein und aufgrund von Fahrzeughöhe, Gewicht, Achslast, Ladung oder Transportvorgaben trotzdem unzulässig oder ungeeignet sein.

Standard-Routing Professionelles Lkw-Routing
Berechnet eine Verbindung vor allem anhand von Start und Ziel. Bezieht zusätzlich Fahrzeugdaten und Anforderungen des Transportauftrags ein.
Wählt häufig Strecken, die für Pkw sinnvoll sind. Bewertet Straßen danach, ob sie für das eingesetzte Nutzfahrzeug geeignet sind.
Optimiert vor allem Entfernung und allgemeine Fahrzeit. Berücksichtigt zusätzlich Fahrbarkeit, Straßeneignung, Maut und weitere Kosten.
Nutzt allgemeine Verbote und Straßeninformationen. Prüft konkrete Fahrzeug-, Waren-, Gefahrgut- und Länderrestriktionen.
Nutzt allgemeine Straßen- und Fahrzeitinformationen. Ermöglicht die Anpassung von Straßenbewertungen, Fahrzeiten und betrieblichen Erfahrungen.
Die Fahrzeiten basieren teilweise auf statischen Geschwindigkeitswerten für Pkw. Die Fahrzeiten berücksichtigen realistische Lkw-Geschwindigkeitsprofile auf Grundlage historischer Erfahrungswerte.

Vorteile professioneller Lkw-Routenberechnung

01

Weniger Routenkorrekturen

Ungeeignete oder unzulässige Strecken müssen seltener nachträglich angepasst werden.

02

Genauere Fahrzeiten & ETA

Disposition und Kundenservice erhalten realistischere Fahrzeit- und Ankunftsprognosen.

03

Realistischere Kosten

Distanz, Fahrzeit und Maut werden auf Basis einer für den Lkw geeigneten Route berechnet.

04

Bessere Tourenoptimierung

Geeignete Routen und realistische Fahrzeiten ermöglichen effizientere Touren.

Benötigen Sie verlässliche Routing- und ETA-Daten für Ihre Logistik?

Gemeinsam prüfen wir, welche Fahrzeug-, Transport- und Unternehmensdaten für Ihre Routenberechnung relevant sind und welche PASS-Lösung zu Ihren Anforderungen passt.

Anforderungen besprechen

Faktoren der Lkw-Routenberechnung

Für eine geeignete Lkw-Route müssen Fahrzeug, Transportauftrag, Straßennetz, Verkehr und Kosten gemeinsam betrachtet werden. Entscheidend ist ihr Zusammenspiel: Gute Routingqualität entsteht, wenn alle relevanten Informationen in einem konsistenten Modell zusammengeführt werden.

Fahrzeugprofil

Fahrzeughöhe, Breite, Länge, Gesamtgewicht, Achslast, Anhänger und Gefahrgutmerkmale bestimmen, welche Straßen und Zufahrten genutzt werden dürfen.

Auftrag, Ware und Länderfolge

Ware, Lieferrelation sowie Start- und Zieladresse können die Streckenwahl einschränken. Bei grenzüberschreitenden Transporten ist außerdem die zulässige Länderfolge zu berücksichtigen.

Fahrbarkeit und Straßeneignung

Enge Straßen, starke Steigungen, Kurven, Serpentinen oder Ortsdurchfahrten können grundsätzlich befahrbar, für schwere Fahrzeuge aber ungeeignet sein.

Verkehr und Fahrzeit

Historische Verkehrsverläufe, Baustellen und aktuelle Störungen beeinflussen die Fahrzeit. Je nach Planungshorizont fließen passende Verkehrsinformationen ein.

Mautkosten

Mautkosten hängen unter anderem von Strecke, Land und Fahrzeugmerkmalen ab. Sie sollten bereits bei der Routen- und Kostenbewertung berücksichtigt werden.

Fähren und Sonderverbindungen

Fähren und Autozüge werden für Lkw häufig vermieden, können jedoch erhebliche Umwege verhindern. Je nach Fahrzeug- und Routingprofil lassen sie sich ausschließen, zulassen oder unterschiedlich gewichten.

So wird die Lkw-Route berechnet

Für die Berechnung werden mögliche Straßenabschnitte nach Kriterien wie Straßentyp, Fahrzeit, Beschränkungen, Gefahrgutregeln, Mautpflicht und länderspezifischen Vorgaben bewertet. So wird ermittelt, ob und wie gut eine Straße für den Transport geeignet ist.

Unzulässige Straßen ausschließen

Harte Restriktionen schließen eine Verbindung aus. Ist ein Fahrzeug höher als die zulässige Durchfahrtshöhe, darf der betreffende Abschnitt nicht genutzt werden.

Geeignete Straßen bevorzugen

Weiche Präferenzen bewerten erlaubte Straßen unterschiedlich. Eine kurvenreiche Ortsstraße kann grundsätzlich befahrbar sein, wird gegenüber einer gut ausgebauten Hauptstraße aber schlechter bewertet.

Aus Ausschlüssen und Bewertungen entsteht eine Route, die zum Fahrzeug und Transportauftrag passt. So wird nicht die kürzeste, sondern eine zulässige und logistisch geeignete Strecke gewählt.

Grafik eines digitalen Straßennetzes mit Straßenabschnitten, Fahrzeugbeschränkungen, Fahrzeit, Maut und weiteren Routingmerkmalen

Realistische Fahrzeiten und ETA

Eine geeignete Route bildet die Grundlage für die Fahrzeitberechnung. Für realistische Prognosen müssen die Verkehrsinformationen zum Planungshorizont passen: Langfristige Planungen benötigen stabile Daten, die aktuelle Disposition zusätzlich Live-Informationen.

01

Historische Verkehrsverläufe

Historische Verkehrsdaten zeigen typische Unterschiede nach Tageszeit und Wochentag. Sie bilden die Grundlage für Fahrzeitprognosen bei zukünftigen Abfahrtszeiten.

02

Länger wirkende Veränderungen

Baustellen, Sperrungen oder geänderte Verkehrsführungen können über einen längeren Zeitraum in die Berechnung einfließen. Kurzfristige Ausnahmesituationen sollten langfristige Analysen dagegen nicht dauerhaft verzerren.

03

Aktuelle Verkehrsinformationen

Für die aktuelle Disposition und zeitnahe ETA-Berechnungen werden zusätzlich Live-Informationen wie Staus, Unfälle oder kurzfristige Sperrungen berücksichtigt.

04

Flotten- und Unternehmenswissen

Ein individueller Verkehrsflussfaktor kann abbilden, ob die eigene Flotte regelmäßig schneller oder langsamer unterwegs ist als im allgemeinen Verkehrsmodell angenommen. Zusätzlich lassen sich Straßen oder Tunnel vermeiden, Zufahrten hinterlegen, regionale Fahrzeiten anpassen oder lokal verifizierte Straßeninformationen korrigieren.

Die gesamte Tour im Blick

Eine einfache ETA berücksichtigt meist nur Position und Reststrecke. PASS verbindet mobile Live-Daten mit der geplanten Tour und berechnet neu, wie sich Verzögerungen auf die folgenden Stopps auswirken.

So verarbeitet PASS Routingdaten

Damit Straßenmerkmale, Fahrzeugprofile, Verkehrsdaten und betriebliche Anpassungen gemeinsam genutzt werden können, verarbeitet PASS sie in einer einheitlichen Routinggrundlage.

Die Rohkartendaten stammen von etablierten Datenanbietern. PASS bereitet daraus routingfähiges Kartenmaterial auf und verarbeitet Straßenattribute, Fahrzeugprofile, Fahrzeitmodelle und Routingregeln innerhalb der eigenen Technologie.

Dadurch ist PASS nicht auf ein vorgegebenes Routingmodell oder die API-Struktur eines anderen Technologieanbieters beschränkt. Die Berechnungsgrundlage kann direkt in PASS-Lösungen genutzt oder über MAPSERVICES in ERP-, TMS- und Logistikanwendungen integriert werden.

PASS-Lösungen für Lkw-Routing

PASS stellt Lkw-Routing sowie die Berechnung von Fahrzeit und ETA über drei Nutzungsformen bereit. Die technologische Grundlage ist dabei dieselbe.

PLANTOUR Tourenplanung

PLANTOUR

Für umfangreiche Auftragsstrukturen, zahlreiche Restriktionen und anspruchsvolle operative Planungsprozesse.

PASS MAPS für kleinere Fuhrparks

PASS MAPS

Für operative Transparenz, schnelle Ad-hoc-Planungen und einen einfachen Zugang zu Karten- und Routingfunktionen.

MAPSERVICES Integration

MAPSERVICES

Für die Integration logistischer Funktionen in ERP-, TMS-, Dispositions- oder Kundenanwendungen.

FAQ: Häufige Fragen zum Lkw-Routing

Was ist der Unterschied zwischen Lkw-Routing und Pkw-Navigation?

Pkw-Navigation orientiert sich vor allem an allgemeinen Straßenverbindungen, Entfernung und Fahrzeit. Lkw-Routing berücksichtigt zusätzlich Fahrzeugabmessungen, Gewichte, Gefahrgut, Waren- und Länderrestriktionen sowie die logistische Eignung verschiedener Straßen.

Warum ist eine tourbezogene ETA mehr als die Summe einzelner Fahrzeiten?

Stoppreihenfolge, Servicezeiten, Zeitfenster, Wartezeiten, Pausen und Verzögerungen beeinflussen alle nachfolgenden Stopps. Die ETA muss deshalb nach relevanten Änderungen über den gesamten Tourablauf neu berechnet werden.

Für welche Unternehmen lohnt sich spezialisiertes Lkw-Routing?

Spezialisiertes Lkw-Routing eignet sich für alle Unternehmen, die Nutzfahrzeuge einsetzen und verlässliche Aussagen zu Fahrbarkeit, Fahrzeit, ETA, Maut oder Transportkosten benötigen. Das gilt nicht nur für Speditionen, sondern beispielsweise auch für Handel, Industrie, Entsorgung und Serviceflotten.

Können individuelle Firmenvorgaben im Routing berücksichtigt werden?

Ja. Bevorzugte Straßen, gesperrte Zufahrten, regionale Besonderheiten oder eigene Erfahrungswerte können in die Berechnung einfließen.

Wovon hängt die Qualität einer Lkw-Route ab?

Die Qualität hängt vom Zusammenspiel aus Karten- und Straßendaten, Fahrzeugprofil, Transportauftrag, Verkehr, Kosten und betrieblichen Erfahrungen ab. Ein einzelner Algorithmus allein kann diese Anforderungen nicht vollständig abbilden.