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Digitale Transportsteuerung

Laufende Transporte werden erst dann transparent, wenn Touren, Aufträge, Statusmeldungen und Abweichungen im Zusammenhang betrachtet werden. Erfahren Sie, wie sich Transporte von der Tourübergabe bis zum dokumentierten Abschluss durchgängig steuern lassen und welche Lösungen PASS dafür bereitstellt.

Grafische Darstellung einer optimierten Tourenplanung

Was ist digitale Transportsteuerung?

Digitale Transportsteuerung verbindet Tourenplanung, Routing, Live-Daten, ETA, Kommunikation und Rückmeldungen zu einem durchgängigen operativen Prozess. Sie beginnt mit der Übergabe der geplanten Tour an Fahrer und Fahrzeug und endet mit dem dokumentierten Abschluss des Transportauftrags.

Während der Durchführung werden Positions- und Statusdaten fortlaufend dem jeweiligen Fahrzeug, der Tour, den einzelnen Stopps und den zugehörigen Aufträgen zugeordnet.

Tracking vs. Transportsteuerung

Tracking liefert Informationen zur aktuellen Position eines Fahrzeugs. Digitale Transportsteuerung setzt diese Daten in den Zusammenhang mit dem geplanten Tour- und Auftragsverlauf.

Warum Fahrzeug-Tracking allein nicht ausreicht

Fahrzeug-Tracking zeigt, wo sich ein Fahrzeug aktuell befindet. Für die operative Steuerung fehlen damit jedoch wichtige Informationen. Die Position allein sagt nicht aus, welcher Auftrag gerade ausgeführt wird, welcher Stopp betroffen ist und wie sich Verzögerungen auf nachfolgende Stopps, Zeitfenster und Lieferzeiten auswirken.

Erst durch die Verbindung von Fahrzeugposition, Tourplanung, Stopps und Aufträgen entsteht ein durchgängiges Bild des laufenden Transports. So wird erkennbar, wer informiert werden muss und ob ein operativer Eingriff erforderlich ist.

In vielen Unternehmen liegen diese Informationen in getrennten Systemen. Disponenten müssen die Daten deshalb manuell zusammenführen, während kritische Abweichungen häufig erst spät erkannt werden.

Grafik zu den wichtigsten Einflussfaktoren der Tourenplanung

Digitale Transportsteuerung in sechs Schritten

Von der Übergabe der geplanten Tour bis zum dokumentierten Abschluss: Die sechs Schritte zeigen den Ablauf der digitalen Transportsteuerung im Überblick.

01

Tour übergeben

02

Tourverlauf verfolgen

03

Auswirkungen bewerten

04

Tour anpassen

05

Empfänger informieren

06

Transport abschließen

01. Tour an Fahrer und Fahrzeug übergeben

Zu Beginn der Transportdurchführung werden die geplanten Tourinformationen an den Fahrer und das Fahrzeug übergeben. Dazu gehören:

  • Anfahrpunkte: die vorgesehenen Ziele und Zufahrten der Tour.
  • Geplante Zeiten: die zeitlichen Vorgaben für die einzelnen Stopps.
  • Tourverlauf: die vorgesehene Abfolge der Tour.
  • Routingvorgaben: fahrzeugspezifische Anforderungen für die Navigation.

Eine gewöhnliche Pkw-Navigation ist dafür nur eingeschränkt geeignet. Eine integrierte Truck-Navigation kann die geplanten Tourdaten übernehmen und zusätzlich Lkw-spezifische Restriktionen wie Fahrzeughöhe, Gewicht oder Zufahrtsbeschränkungen berücksichtigen. So erhält der Fahrer alle relevanten Informationen, um die Tour zuverlässig wie geplant durchzuführen.

Fahrer übernimmt die geplante Tour am Fahrzeug

02. Tourverlauf und Auftragsstatus verfolgen

Nach dem Start der Tour wird sichtbar, wie sich der tatsächliche Verlauf im Verhältnis zur Planung entwickelt. Fahrzeugpositionen, Zeitstempel, Fahrerstatus und Auftragsrückmeldungen werden dafür dem jeweiligen Fahrzeug, der Tour, den Stopps und den zugehörigen Aufträgen zugeordnet.

So lässt sich nachvollziehen, welcher Stopp aktuell bearbeitet wird, welche Aufträge bereits abgeschlossen sind und wo Abweichungen vom geplanten Tourverlauf entstehen.

Darstellung von Tourverlauf und Auftragsstatus

So wird der Auftragsstatus zuverlässig ermittelt

Ein belastbarer Transportstatus entsteht nicht allein durch eine Positionsmeldung. Entscheidend ist auch, aus welcher Quelle die Information stammt, ob sie zum geplanten Ablauf passt und welche Folgeprozesse damit verbunden sind.

Fahrzeug in Kundennähe

Die Nähe zum Kunden bedeutet nicht automatisch, dass die Bedienung bereits begonnen hat.

Auftrag abgeschlossen

Der Auftrag kann bereits fachlich bestätigt sein, obwohl ungenaue Positionsdaten das Fahrzeug noch außerhalb eines definierten Bereichs zeigen.

Erst das Zusammenspiel aus technischer Erkennung, Tourkontext und Rückmeldung schafft einen verlässlichen Transportstatus.

03. Abweichungen und ihre Auswirkungen bewerten

Erkannte Verzögerungen werden anschließend im Hinblick auf den weiteren Tourverlauf bewertet. Denn eine Abweichung betrifft häufig nicht nur den aktuellen Stopp, sondern kann sich auch auf nachfolgende Stopps, Zeitfenster, Pausen und vereinbarte Lieferzeiten auswirken.

Dafür werden aktuelle Positions- und Statusdaten mit dem verbleibenden Tourverlauf abgeglichen. Berücksichtigt werden dabei die geplante Reihenfolge der Stopps, Fahr-, Service- und Wartezeiten sowie bereits entstandene Verzögerungen.

So wird sichtbar:

  • welche nachfolgenden Stopps betroffen sind,
  • wie sich die erwarteten Ankunftszeiten verändern,
  • ob Zeitfenster oder Lieferzusagen gefährdet sind,
  • ob eine Information ausreicht oder ein Eingreifen erforderlich ist.
Auswirkungen einer Verzögerung auf nachfolgende Stopps

04. Laufende Touren kontrolliert anpassen

Zusatzaufträge, Verzögerungen, Ausfälle oder geänderte Prioritäten können eine Anpassung des noch offenen Tourverlaufs erforderlich machen. Dabei bleiben bereits abgeschlossene Stopps unverändert. Auch offene Aufträge lassen sich nur anpassen, wenn Ladestatus, Kapazitäten und betriebliche Vorgaben dies zulassen.

Replanning bedeutet deshalb mehr als das Verschieben einzelner Stopps. Jede Änderung muss darauf geprüft werden, wie sie sich auf Fahr- und Ankunftszeiten, Pausen, Zeitfenster, Lieferzusagen und nachfolgende Stopps auswirkt.

1

Automatisiert

Geeignet, wenn Regeln eindeutig sind und die Auswirkungen zuverlässig bewertet werden können.

2

Vorschlag mit Freigabe

Das System berechnet eine mögliche Anpassung. Die Disposition prüft und übernimmt sie bei Bedarf.

3

Manuell

Sinnvoll, wenn Kundenwissen, Ladestatus oder besondere betriebliche Rahmenbedingungen entscheidend sind.

05. Empfänger gezielt informieren

Digitale Transportsteuerung endet nicht im Leitstand. Empfänger werden bei relevanten Ereignissen über den aktuellen Lieferstatus und die erwartete Ankunft informiert, ohne Einblick in interne Tourdetails zu erhalten. Diese Informationen erleichtern die Vorbereitung der Warenannahme, die Einsatzplanung des Personals und das Freihalten von Zufahrten. Gleichzeitig reduzieren sie Rückfragen bei Kundenservice und Disposition.

Ereignis im Transportprozess Information für den Empfänger
Tour gestartet Die Lieferung befindet sich in der Auslieferung.
Nur noch wenige Stopps Vor Ihnen liegen noch drei Stopps.
Fahrzeug nähert sich Wir sind gleich bei Ihnen.
Relevante Verzögerung Ihre Lieferung verspätet sich.
ETA neu berechnet Voraussichtliche Ankunft zwischen X und Y Uhr.
Auftrag abgeschlossen Ihre Lieferung wurde zugestellt.

06. Transport digital abschließen

Zur digitalen Transportsteuerung gehört auch der nachvollziehbare Abschluss des Transportauftrags. Statt Papierbelege später manuell zu erfassen, kann der Empfänger die Lieferung direkt auf dem mobilen Endgerät des Fahrers bestätigen.

Unterschrift, Zeitstempel, Lieferstatus und ergänzende Angaben werden unmittelbar dem richtigen Auftrag und Stopp zugeordnet.

Anschließend können die Daten ohne Medienbruch an ERP, TMS, Kundenservice oder Abrechnung übergeben werden.

Digitaler Abschluss eines Transportauftrags

Bringen Sie Planung und Transportsteuerung zusammen

PASS verbindet Planung, Live-Daten und operative Prozesse, damit Transporte nicht nur geplant, sondern durchgängig gesteuert werden können.

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Unterschiedliche Telematik verbinden

Fuhrparks bestehen häufig aus unterschiedlich ausgestatteten Fahrzeugen. Je nach Einsatzbereich kommen deshalb verschiedene technische Anbindungen zum Einsatz. PASS führt die daraus entstehenden Daten in einem gemeinsamen Tour- und Statusprozess zusammen und stellt sie einheitlich für Disposition und Leitstand bereit.

Fest verbaute Telematik

Im Stammfuhrpark sind Fahrzeuge meist dauerhaft zugeordnet und regelmäßig im Einsatz. Fest verbaute Telematik liefert detaillierte Positionsmeldungen, zusätzliche Fahrzeugdaten und eine kontinuierliche Datengrundlage für die Disposition.

Mobile Anbindung

Springer, Subunternehmer und externe Fahrer sind häufig nur zeitweise im Einsatz oder nicht dauerhaft technisch angebunden. Eine mobile Lösung über vorhandene Endgeräte ermöglicht ein schnelles Onboarding sowie die Übermittlung von Touren, Statusmeldungen und grundlegenden Positionsdaten.

Aus der Durchführung lernen

Live-Daten sind nicht nur für den aktuellen Transporttag relevant. Durch den Vergleich von geplanten und tatsächlichen Abläufen werden wiederkehrende Abweichungen sichtbar.

So lässt sich beispielsweise erkennen, ob Servicezeiten zu knapp geplant sind, bei bestimmten Kunden regelmäßig Wartezeiten entstehen oder Fahrzeitannahmen nicht mehr zur Realität passen.

Auf dieser Grundlage können Stammdaten, Zeitannahmen und Planungsregeln gezielt verbessert werden.

Mehr zu KPI und Logistik-Controlling
Auswertung von Plan- und Ist-Daten in der Logistik

Wann lohnt sich digitale Transportsteuerung?

Digitale Transportsteuerung ist besonders sinnvoll, wenn vorhandene Fahrzeug-, Tour- und Auftragsdaten noch nicht durchgängig miteinander verbunden sind oder Abweichungen im Tagesgeschäft zu spät erkannt werden.

Typische Situationen mit Handlungsbedarf

  • Fahrzeugpositionen sind vorhanden, aber nicht mit Touren und Aufträgen verbunden.
  • Disponenten müssen Fahrer regelmäßig nach dem aktuellen Status fragen.
  • Tour-, Telematik- und Zustelldaten liegen in getrennten Systemen.
  • Mehrere Telematiksysteme oder externe Fahrer sollen in einen gemeinsamen Prozess eingebunden werden.
  • Verzögerungen werden erst erkannt, wenn Zeitfenster oder Lieferzusagen bereits gefährdet sind.
  • Kundenservice und Empfänger erhalten nur unregelmäßig aktuelle Lieferinformationen.
  • Zusatzaufträge oder Änderungen müssen während der laufenden Tour berücksichtigt werden.
  • Zustellmeldungen und digitale Belege sollen eindeutig dem richtigen Auftrag zugeordnet werden.

So unterstützt PASS die digitale Transportsteuerung

PASS verbindet Tourenplanung, Routing, ETA, Live-Daten und operative Rückmeldungen zu einem durchgängigen Transportprozess. Je nach Aufgabe und Systemlandschaft erfolgt die Umsetzung über PLANTOUR, PASS MAPS oder die API-basierten MAPSERVICES.

PLANTOUR für digitale Transportsteuerung

PLANTOUR

Für Tourenplanung, operative Disposition, Live-Disposition und die kontrollierte Anpassung laufender Touren.

PASS MAPS für Tourtransparenz und ETA

PASS MAPS

Für Kartenvisualisierung, Tourtransparenz, ETA und verständliche Lieferinformationen für Kunden und Empfänger.

MAPSERVICES für die API-basierte Integration

MAPSERVICES

Für die API-basierte Einbindung von Routing-, ETA-, Karten- und Transportfunktionen in bestehende ERP-, TMS- oder Kundenanwendungen.

Digitale Transportsteuerung mit PASS umsetzen

Erfahren Sie, wie PASS Touren, Statusdaten, Abweichungen und Rückmeldungen in einem durchgängigen Prozess zusammenführt.

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FAQ: Häufige Fragen zum Lkw-Routing

Was ist der Unterschied zwischen Lkw-Routing und Pkw-Navigation?

Pkw-Navigation orientiert sich vor allem an allgemeinen Straßenverbindungen, Entfernung und Fahrzeit. Lkw-Routing berücksichtigt zusätzlich Fahrzeugabmessungen, Gewichte, Gefahrgut, Waren- und Länderrestriktionen sowie die logistische Eignung verschiedener Straßen.

Warum ist eine tourbezogene ETA mehr als die Summe einzelner Fahrzeiten?

Stoppreihenfolge, Servicezeiten, Zeitfenster, Wartezeiten, Pausen und Verzögerungen beeinflussen alle nachfolgenden Stopps. Die ETA muss deshalb nach relevanten Änderungen über den gesamten Tourablauf neu berechnet werden.

Für welche Unternehmen lohnt sich spezialisiertes Lkw-Routing?

Spezialisiertes Lkw-Routing eignet sich für alle Unternehmen, die Nutzfahrzeuge einsetzen und verlässliche Aussagen zu Fahrbarkeit, Fahrzeit, ETA, Maut oder Transportkosten benötigen. Das gilt nicht nur für Speditionen, sondern beispielsweise auch für Handel, Industrie, Entsorgung und Serviceflotten.

Können individuelle Firmenvorgaben im Routing berücksichtigt werden?

Ja. Bevorzugte Straßen, gesperrte Zufahrten, regionale Besonderheiten oder eigene Erfahrungswerte können in die Berechnung einfließen.

Wovon hängt die Qualität einer Lkw-Route ab?

Die Qualität hängt vom Zusammenspiel aus Karten- und Straßendaten, Fahrzeugprofil, Transportauftrag, Verkehr, Kosten und betrieblichen Erfahrungen ab. Ein einzelner Algorithmus allein kann diese Anforderungen nicht vollständig abbilden.